Unternehmen arbeiten mit Gemeinden und Kitas zusammen

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Zusammenarbeit
Sie möchten Ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit unterstützen und Betreuungsplätze für Ihre Kinder anbieten?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie als Unternehmer Ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen können. Falls Sie Ihren Mitarbeitenden Betreuungsplätze für Kinder anbieten möchten, können Sie dieses Vorhaben in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Kindertagesstätten umsetzen. Dies ist auch ohne die Gründung einer betriebseigenen Kita möglich.
Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten
Viele Kindertagesstätten bieten die Möglichkeit, Plätze für eine Unternehmung gegen einen gewissen Betrag zu reservieren. Somit entfällt für die Mitarbeitenden eine oft sehr schwierige Wartezeit auf einen Betreuungsplatz.
Zusammenarbeit mit Gemeinden
Über den Kanton können Gemeinden die Subventionierung von Plätzen beantragen. Allenfalls wäre es für Ihre Unternehmung interessant, gemeinsam mit der Gemeinde ein Kitaprojekt zu initiieren. Dies bietet sich unter Umständen an, wenn Sie als Unternehmung spezielle Bedürfnisse bezüglich Öffnungszeiten und Lage haben: Die Gemeinde trägt dabei via Kanton die Kosten für die Plätze an fünf Tagen der Woche während 11.5 Stunden. Darüber hinausgehende Öffnungszeiten kann in einem solchen Fall die Unternehmung übernehmen. So erreichen Sie als Unternehmung, dass die Kita den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeitenden gerecht wird, während Sie nur einen Teil der Kosten selber tragen.
Selbstverständlich kann eine Unternehmung auch eine •private Kita eröffnen, die nicht durch den Kanton subventioniert wird.
Best Practice – zwei innovative Projekte
Ein erfinderisches «Private-Public-Parnership-Projekt» wurde bereits sehr erfolgreich im Seeland gestartet. Ein Seeländer Gemüsebauer suchte nach einer Betreuungslösung für portugiesische Mitarbeitende. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde konnte in den Räumlichkeiten der Unternehmung eine Kita eingerichtet werden. Fünf Tage werden über den Kanton via Gemeinde finanziert und ein weiterer Tag wird durch die Unternehmung getragen. Die Kindertagesstätte wird von Kindern der Mitarbeitenden sowie von Kindern aus der Umgebung besucht, womit auch die soziale Durchmischung gewährleistet ist.
Die GAD-Stiftung in Thun betreibt auf dem ehemaligen Selve-Areal eine Kita, die unter anderem die Kinder der Mitarbeitenden der dort ansässigen Unternehmen betreut. Die Stadt Thun beantragte eine kantonale Subventionierung dieser Plätze. Aufgrund der Nähe zu Unternehmen beschloss der Kanton, für jeden durch eine Unternehmung finanzierten Platz einen durch den Kanton finanzierten Platz anzubieten. So entstand eine Kita mit einer sehr soliden Finanzierung, bei der sich private Unternehmen und öffentliche Hand ergänzen.
Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende
Die Planungssicherheit für Mitarbeitende und die Unternehmung erhöht sich durch die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen stark: Vor allem auch bei der Rekrutierung von ausländischen Arbeitskräften kann die rasche Verfügbarkeit von familienergänzender Betreuung ein wichtiges Argument sein. Gerade für Frauen wird der berufliche Wiedereinstieg nach dem Mutterschaftsurlaub gefördert und erleichtert.
Ob und wie die Unternehmung die Plätze für die Mitarbeitenden subventioniert, steht Ihnen frei. Vor allem für mittel bis weniger gut verdienende Mitarbeitende können die nicht subventionierten Tarife das Familienbudget stark belasten.
Weitere Informationen
Kontakt
Sozialamt des Kantons Bern
Abt. Gesundheitsförderung und Sucht/ Fachstelle Familie
Rathausgasse 1
3011 Bern
Tel. 031 633 78 83
Fax 031 633 78 92
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